Inhalt
Die durchschnittliche Time-to-Hire in gewerblichen Berufen liegt 2026 bei 42 Tagen. Bei Pflegekräften sind es 58, bei Berufskraftfahrern 67. Das ist nicht primär ein Problem von zu wenigen Bewerbern. Es ist ein Problem von Reibung in fünf konkreten Punkten.
Die Ausgangslage
Wir haben uns die Stundenstatistik von 14 Recruiting-Teams in unseren Kundenprojekten angesehen, vor und nach Einführung von jetta. Im Schnitt verbringt ein Recruiter in der Logistik 71 % seiner Zeit mit Tätigkeiten, die der Bewerber nicht sieht: Nachfassen, terminieren, Daten ins ATS pflegen, Absagen schreiben. Nur 29 % der Zeit fließt in Gespräche, die einen Hire produzieren können.
Wenn man die 71 % halbiert, ohne den Output zu reduzieren, halbiert sich die Time-to-Hire. Das ist die These. Sie ist trivial, aber die Umsetzung ist es nicht.
Engpass 1: Antwortzeit
Klassisch antwortet ein Recruiter im Tagdurchschnitt nach 6,4 Stunden. Bewerber sind nach 6 Stunden weg, mental und faktisch. Sie bewerben sich parallel bei drei bis fünf Arbeitgebern und der erste, der sich meldet, wird wahrgenommen.
jetta antwortet im Durchschnitt nach 62 Sekunden, rund um die Uhr. Der Recruiter bekommt nur die qualifizierten Konversationen auf den Tisch.
Engpass 2: Sprache
34 % der Bewerber in gewerblichen Berufen sprechen im Erstkontakt nicht Deutsch. Ein Recruiter, der nur Deutsch und Englisch kann, verliert ein Drittel des Marktes, ohne es zu merken. Externe Übersetzer in Echtzeit zu organisieren ist absurd.
jetta spricht 12 Sprachen, jeweils mit echten kulturellen Nuancen. Ein Recruiter, der eine Konversation übernimmt, sieht die Übersetzung in seiner Arbeitssprache plus den Original-Wortlaut.
Engpass 3: Terminierung
Klassisch dauert das Hin und Her bis zum gebuchten Termin im Schnitt 11 Nachrichten und 2,3 Tage. Das ist Zeit, in der der Bewerber das Interesse verliert oder einen anderen Termin bucht.
jetta terminiert in einem Schritt, weil das Kalendersystem im Workflow eingebaut ist. Die Konversation läuft direkt mit drei verfügbaren Slots ein.
Engpass 4: No-Show
Im Schnitt erscheinen 38 % der gebuchten Bewerber nicht zum Termin. Die meisten ohne Absage. Das ist nicht Charakter, das ist Workflow.
jetta sendet 24 Stunden vorher eine Bestätigung mit der Option, den Termin in einem Klick zu verschieben, plus 2 Stunden vorher eine Erinnerung. Die No-Show-Quote sinkt in unseren Projekten auf 18 %.
Engpass 5: BMS-Synchronisation
Recruiter pflegen im Schnitt 1,4-mal pro Bewerber Daten manuell ins BMS, weil die Schnittstellen nicht synchron sind. Bei 200 Bewerbern pro Monat sind das 280 manuelle Datenpflegen, also ca. 23 Stunden reine Tipparbeit.
jetta synchronisiert mit SAP SuccessFactors, Workday, Personio, Rexx, Cornerstone, BambooHR und 47 weiteren Systemen bidirektional. Recruiter berühren den Bewerberdatensatz nicht mehr manuell.
Was Recruiter mit der gewonnenen Zeit tun
Drei Dinge, die wir bei unseren Kunden beobachten:
- Mehr Zeit für die fachliche Vorqualifikation in den ersten 10 Minuten des Termins. Bessere Hire-Quoten als Folge.
- Aktivere Sourcing-Arbeit in passive Talente. Statt nur eingehende Bewerbungen abzuarbeiten, gehen sie auf Talente zu, die sich nicht beworben haben.
- Onboarding-Begleitung in den ersten 100 Tagen. Die Frühfluktuation sinkt messbar.
Time-to-Hire halbieren bedeutet nicht „Recruiter wegrationalisieren". Es bedeutet „Recruiter aus der Daten-Pflege befreien".